Die Geschichte der Waffel-Stube.

Luettje Kaiser | Erstelle dein Profilbanner
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Moin.

 

Ich werde immer wieder gefragt, wie ich auf die Waffelstube gekommen bin.

Das kostet viel Zeit, die ich nicht immer habe. Und so habe ich das hier mal für

Sie auf geschrieben .

 Meine Familie schenkte mir zum Geburtstag einige Hühner.surprise Im Laufe der Zeit wurde die

Herde immer größer und so fing ich an, die Eier an der Haustür zu verkaufen. Die Eier müssen gut

gewesen sein, denn  nach einer Weile wurde die Nachfrage immer größer und es klingelte von morgens

bis abends an unserer Tür. So weit so gut, dann passierten ein paar Dinge, die nicht so schön waren.

Es spukten zwei Gestalten an unserem Haus so gegen 23 Uhr herum, und so ging ich in den Garten.

Ein junges Pärchen fragte, wo der Camingplatz wäre. Nachdem wir dann gemerkt hatten, dass man die

beiden nachts in die falsche Richtung geschickt hatte,frown boten wir den beiden an, in unserem Garten

ihr Zelt auf zu stellen. Sie nahmen dankend an und fragten, ob Sie noch ein paar Eier haben könnten.

Da sie seit Stunden unterwegs waren, bot meine Frau den beiden an, die Eier schnell zu kochen.

Mit Eiern und ein paar Butterstullen im Bauch stellten Sie Ihr Zelt auf.

Am nächsten Morgen fuhr meine Frau die beiden dann zum Campingplatz nach Norddeich.

Wenn Sie sich fragen, warum erzählt er das hier ? Das war noch eines der normalen Dinge, die

uns passiert sind. Denn ein anderes mal hatte sich meine Frau mit einer Freundin am Morgen zum

schwimmen verabredet und verschlafen. Es klingelt also morgens, und meine bessere Hälfte rennt aus

dem Bett und reißt die Tür auf. surprise angry cryingRichtig, es war nicht die Freundin, sondern ein Herr, er wollte frische Eier.  Ich bin dann schnell zur Tür und habe dem Herrn die Eier verkauft. winkbroken heart

Mit Recht verlangte meine Regierung von mir, dass sie ihre Haustür wieder für sich in Anspruch

nehmen kann. Und so schlug ich ihr vor, an der Seite vom Haus einen kleinen Verkauf auf zu machen,

so am Fenster mit Klingel und Öffnungszeitenenlightened

 

Nach einiger Überlegung willigte Sie ein, und ich fingan mich zu erkundigen,

was ich alles dafür erledigen müsste. Anträge,Architekt und

Baumassnahmen dauerten so lange,dass die Saison zu Ende war und ich

soweit fertigmit allem gewesen bin. Dann der Tag der ersten Abnahme.

Alles verlief super, bis der Herr die Eier sah. Er meinte nur: die Eier

müssen hier raus ! Ich fragte ihn, ob das sein Ernst wäre und warum?

Sie dürfen nur gestempelte Eier verkaufen !  meinte er und ging weiter.no

Also, das war erst mal wie ein Schlag vor den Kopf.

Alles an Kioskprodukten, aber keine frischen Eier. crying crying

An der Haustür war das kein Problem,aber jetzt als Kiosk, keine Chance.

Die Hühner kamen weg, und ich hatte einen Kiosk in Ostermarsch, weit weg

von allem.

Die Kinder in unserer Straße waren meine ersten Kunden.

 Und so verkaufte ich Eis, Süßes und andere Produkte,

 als eines Tages ein älterer

Herr ( Klaus Herrmann aus Bad Bendheim) am Fenster klingelte.

 

Er fragte: Haben Sie Kaffee?

Ich stellte ihm ein Pfund Kaffee hin, und er meinte:

Junger Mann, sehe ich aus, wie wenn ich eine Filtertüte

oder eine Kaffeemaschiene in der Tasche habe? surprise

Ich verstand erst nicht was er meinte und fragte Ihn,

was falsch sei.

Ich möchte eine Tasse Kaffee, und kein ganzes Pfund.

Ich sagte ihm: Das habe  ich nicht!

Sie werden doch eine Kaffeemaschiene im Haus haben,

meinte er und ich fragte ihn, ob er Zeit hätte, denn das dauert eine

Weile. Er sagte mir: Ich habe Zeit, ich bin im Urlaub. Ich wollte mich

gerade umdrehen, da fragte er mich, ob er sich setzen könne. Wir hatten

am Abend zuvor gegrillt, Tisch und Stühle standen so, dass er die

Sitzgelegenheit sah, und sich setzen wollte. Mir tut der Hintern weh, vom

Fahrrad fahren, meinte er.

Ich stotterte so was von wegen, sitzen ? Äh, was, äh ja sicher,

setzen Sie sich, ich bringe Ihnen den Kaffee.

Mein Regierung kam von der Arbeit, und sah jemanden in Ihrem Garten

sitzen. cryingangrycrying

Kaum war sie im Haus, ging es los: Nicht im Garten, Kiosk mit

Sitzplätzen, wo gibt es denn so was, und du mit deinen alten

Sachen ( Stangenofen, alter Schleifstein, echte Duckdalben

vom Hafen in Norddeich u.s.w.)

Überall steht altes Zeug rum, das möchte ich nicht ! ! 

Wie wir treu liebenden Männer nun mal so sind, hören wir auf

unseren Feldwebel. Ich habe dann Stühle und Tisch weggeräumt.

 Einige Tage später, ich war in Norden unterwegs, und dachte an nichts

böses.

Nach einiger Zeit kam ich wieder nach Hause und meinte, ich hätte

ein Dejavue, da standen ein Tisch und Stuhl im Garten und wie wenn das

nicht genügen würde, der ältere Herr grüßte mich freundlich lächelnd mit

einer Tasse Kaffee in der Hand. surprise

Ich also wieder zu meinem Gefreiten hin, und nachgefragt.

"Man" sagte mir,  der Herr wäre schon älter und ihm täte der

Hintern weh vom Fahrrad fahren und deshalb also Tisch und Stuhl.

 

Also, der selbe Mann, das selbe Fahrrad und der selbe Hintern

wie bei mir, und sie stellt Tisch und Stuhl wieder in den Garten ?

Wenn zwei das gleiche machen, ist es noch lange nicht das selbe.enlightened

Mein Obergefreiter genehmigte mir dann also drei Tische und ich

kaufte bei IKEA 9 Stühle.

Es kamen dann die ersten Camper vorbei und bestellten Tee und Kaffee bei

mir und fragten auch nach Kuchen. Ich also nach gefragt: Was muss ich

tun, damit ich Kuchen verkaufen kann? Mir wurde dann erklärt, jetzt erst

einmal keinen Kaffee mehr in der Porzellan Tasse,

nur noch im Plastikbecher, außer wir hätten eine zweite Spülmaschine und den Kuchen im Kiosk backen geht auch nicht, weil der Raum dafür zu klein wäre. Aber wenn ich unsere private Küche umbauen würde, mit feuerfester Decke, rutschfestem Boden, Fliesen komplett und einiges mehr, dann ja.Also ich wieder zu meinem Hauptgefreiten hin und Meldung gemacht.Sie war so gar nicht damit einverstanden und meinte; ich sollte mich bitte vor eine Mauer stellen, sie hätte da noch ein Gewehr zu reinigenIch war im dritten Jahr und mittlerweile standen 8 Tische und 20 Stühle im Garten. Und dann in der Saison überrannten uns die Gäste schon wieder und ich war ausverkauft, keine kalten Getränke mehr. Einer meiner Nachbarn meinte, er hätte noch eine Kiste Fanta, die er mir geben würde und so erzählte ich jedem, der noch kam, ich bin wohl fast ausverkauft, aber kalte Fanta habe ich noch. Es kamen dann Gäste, und noch bevor ich etwas sagen konnte, meinte der ankommende Gast: Herr Kaiser wir wissen, Sie sind so gut wie ausverkauft, aber kalte Fanta vom Nachbarn müssten sie noch haben, oder ? 

Die Fahrradfahrer hatten sich unterwegs schon ausgetauscht, und meinten:

Da hinten in einer Seitenstraße, im Garten kann man schön sitzen, ist aber

fast ausverkauft.

 

Wir hatten keine Werbung von uns, und so fragten die Gäste nach Flyern. Ja sicher, ein Kiosk mit Flyern ist doch normal, hat ja jeder Kiosk,     oder  ???

Sie kennen doch noch den Klaus Hermann, der kam also jetzt jedes Jahr und auch im Winter.

 

Mit Decken und Gasbrenner saß er dann in unserer umfunktionierten Bushaltestelle.

 Mir wurde die Sache peinlich und ich sagte ihm, dass ich es ganz lieb von ihm fände, wie sehr er mich unterstützen würde, aber er wäre doch auch nicht mehr der jüngste und solle lieber an seine Gesundheit denken.Er meinte nur: Dann mach doch den Carport vor deinem Verkaufsfenster zu und ich kann drinnen sitzen. 

Jetzt hatte ich zwei Dinge im Kopf, Küche ausbauen und Carport schließen. Wenn ich nur an einer Wand vorbei gelaufen wäre, es hätte jetzt bestimmt geknallt, wenn Sie verstehen was ich meine. Mein Stabsgefreiter hatte sich dann nach reiflicher Überlegung dazu durchgeronnen, mir, was Küche angeht, grünes Licht zu geben.Vorsichtig bin ich dann zuerst an einer Wand entlang gelaufen,aber keine Schüsse cheekyUnd so nutzte ich den kommenden Winter aus und die Küche war dran. Ich bin Koch aber kein Fliesenleger und dann noch den Oberleutnant im Nacken,der mir sagt wie es sein muss. In der kommenden Saison hatte ich also Kaffee und Tee in der Tasse und KUCHEN. Im Garten hatte ich da ca. 30 Sitzplätze und 10 Tische. Alles war gut, nur die Sache mit dem Kuchen nicht. Jeder Gastwollte einen anderen Kuchen haben und wenn ich den Kuchen hatte, fragten Sie wieder nach einer anderen Sorte. Da habe ich kurzerhand bei einem Bäcker Ostfriesischen Teekuchen gekauft, in Stücke geschnitten und in der Microwelle kurz warm gemacht und serviert. Der Kuchen lief, obwohl ich immer gesagt habe, dass ich ihn kaufe. Und was machen meine Gäste? Rennen den Bäckern die Bude ein und kaufen ihnen alles an Teekuchen ab, sodass, wenn ich welchen haben wollte, bestellen musste. Und dann der Preis! Der Teekuchen kostete nicht mehr zwischen 1,70 € und 2,20 €, sondern schwankte zwischen 3,30 € und   3,70 €. Wie teuer sollte ich den Kuchen verkaufen? Und dann ein Produkt, was zwar gut, aber nicht von einem selber ist!!   Es kam mal wieder Klaus Herrmann vorbei und ich hatte keinen Kuchen mehr. Mein Oberleutnant war aber gerade dabei uns ein paar Waffel zu Backen und K.Herrmann hatte sie gerochen und meinte zu mir:" Oh,frische Waffeln,da würde ich jetzt auch eine von Essen, so mit ner Tasse Kaffee?! Ich also zu meiner Frau. Schatz,ich brauche bitte eine Waffel, für K.Herrmann. Sie meinte sofort, ja sicher kriegt der eine Waffel. Als ich dann den Kaffee und die Waffel an den Tisch brachte,kam eine Dame um die Ecke und rief, Leute kommt rein, hier giebts frische Waffeln.

Euer Thomas

Die Geschichte geht natürlich weiter, nur habe ich keine Zeit weiter zu schreiben.

 

               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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